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Makrolon® für die
Medizintechnik
Die erste mechanische Injektionspumpe in Brusttaschenformat
Polycarbonat als Hightech-Konstruktionswerkstoff PCS |
Kostengünstige ambulante Therapiesysteme sind im Trend. Gründe
hierfür sind der zunehmende Kostendruck im Gesundheitswesen und die
wachsende Zahl älterer Menschen, die ambulant mit Medikamenten
versorgt werden müssen. Eine Antwort auf diese
Entwicklungen ist die RoweMiniPump des
Medizintechnikherstellers RoweMed AG. Sie ist die erste mechanisch
angetriebene Injektionspumpe in Brusttaschenformat, mit der sich
Patienten selbstständig Medikamente mit höchster
Dosiergenauigkeit verabreichen können. Die Patienten
sind dadurch mobiler und profitieren zusätzlich von
einem Höchstmaß an Sicherheit und Ergonomie. Um die kompakte Bauweise der
Pumpe umsetzen zu können, wurde vor allem für die Gehäusekomponenten
ein für die Medizintechnik zugelassener
Hightech-Kunststoff benötigt. „Das komplexe Anforderungsprofil passte genau auf Makrolon® Rx 1805, mit dem RoweMed
bereits in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Unser
Polycarbonat bringt die für diese Anwendung notwendige hohe
Transparenz, Schlagfestigkeit,
Medikamentenbeständigkeit und gute Sterilisierbarkeit mit, erklärt Markus
Krieter, Experte für Medizintechnik im Geschäftsfeld
Polycarbonates bei Bayer MaterialScience.
Gefertigt werden aus dem Konstruktionswerkstoff alle Bauteile des Gehäuses. „Die hohe Transparenz unseres Materials erlaubt dem
Patienten, den Füllstand des Medikaments schnell visuell zu
kontrollieren“, so Krieter. Aus Makrolon® Rx 1805
bestehen außerdem die blau eingefärbten Bauteile mit
den Führungskanälen, die von den Medikamenten durchflossen
werden.
Makrolon® Rx 1805 bringt die für diese Anwendung
notwendige hohe Transparenz, Schlagfestigkeit, Medikamentenbeständigkeit und
gute Sterilisierbarkeit mit.
„Hier bewährt sich die gute chemische Beständigkeit unseres
Materials. Zum Beispiel ist es besonders lipidstabil, was ihm sehr
großen Erfolg als Werkstoff für intravenöse
Zugangssysteme wie Dreiwegebänke oder Hahnbänke
beschert hat“, so Krieter weiter. Bei der Herstellung der Pumpe
macht sich bezahlt, dass die einzelnen Gehäusekomponenten aus
Makrolon® Rx 1805 durch Laserschweißen problemlos
miteinander verbunden werden können. Außerdem lässt
sich der Werkstoff mit medizintechnisch zugelassenen
Klebstoffen gut mit anderen Kunststoffmaterialien verkleben.
Für RoweMed spielte bei der Materialentscheidung eine entscheidende Rolle, dass sich das Polycarbonat mit energiereicher Strahlung
sicher sterilisieren lässt, ohne dauerhaft zu vergilben. Großer Wert
wurde zudem auf eine hohe Robustheit der Pumpe
gelegt. Sie muss als ambulant eingesetztes Gerät häufiger „Alltagskatastrophen“ wie Stürze oder Stöße
überstehen. Hier leistet Makrolon® Rx 1805 mit seiner Schlagzähigkeit
und Festigkeit wertvolle Dienste.
Das Einsatzspektrum der mehrfach befüllbaren RoweMiniPump ist
vielfältig. Es reicht von der Chemo- und Schmerztherapie über die
Kardiologie bis hin zur Verabreichung von Antibiotika, Kortikoiden,
Hormonen und Antiepileptika. Eine wichtige Stärke der
Pumpe ist ihre Dosiergenauigkeit: Während der
gesamten Verabreichungszeit eines Medikamentes
schwankt die Zuflussrate um maximal ± 5 Prozent. Das
Restvolumen, das in der Pumpe verbleibt, liegt je nach Größe der Pumpe
zwischen ein und fünf Prozent, was eine wirtschaftliche Ausnutzung
der Arznei sicherstellt.
Rezepturkonstanz und langfristige Verfügbarkeit der Produkte
Bayer MaterialScience ist seit Jahrzehnten Partner der
internationalen Medizintechnikbranche und Marktführer bei
Polycarbonat für dieses Anwendungssegment. „Ein
Großteil unseres Geschäftserfolges fußt auf
dem Vertrauen, das viele namhafte Medizintechnikhersteller meist im
Rahmen exklusiver Entwicklungskooperationen zu uns
gefasst haben. Wir legen sehr großen Wert darauf, als
verlässlicher Partner zu gelten und nehmen konsequent
Rücksicht auf die besonderen Bedürfnisse dieser Branche“, so
Krieter. Zum Beispiel stellt Bayer MaterialScience die langfristige
Verfügbarkeit und Liefersicherheit der Werkstoffe für die Medizintechnik
sicher und gibt verbindliche Zusagen zur Konstanz der jeweiligen
Rezepturen.
Darüber hinaus erfüllen alle für die Medizintechnik angebotenen Materialien
die Anforderungen, die die amerikanische Norm US-Pharmacopeia, Class
VI, an die biologische Verträglichkeit von
Kunststoffen stellt. Das gilt auch für die
übergeordnete, international gültige Norm ISO 10993-1 zur
Biokompatibilität von Kunststoffen, die bis zu 30 Tage in Kontakt mit
Körperflüssigkeiten und -gewebe stehen. Wenn gewünscht, unterstützt
Bayer MaterialScience die Hersteller medizinischer
Geräte und zugehörige Kunststoffverarbeiter mit einem
umfangreichen Service. Er reicht von der Konzeption
eines Kunststoffbauteils über die Konstruktion und den
Werkzeugbau bis hin zum Produktionsstart. Im Falle der Injektionspumpe
halfen Experten von Bayer MaterialScience zum Beispiel bei der
Optimierung des Angusskonzeptes und bei der
Abmusterung.
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